Einige gelungene Veranstaltungen der letzten Zeit

Auf dieser Seite wollen wir Berichte und Fotos von Veranstaltungen veröffentlichen, die wir besonders gelungen finden - als Erinnerung, für diejenigen, die dabei waren und als Anregung für andere.

Wanderung zur Friedenskapelle Vosshagen am 26.03.2017
Junge Familien: Boote bauen am 12.03.2017
"Politik zu Fuß" mit Andreas Rimkus am 05.03.2017
Cuppatea bringt Courage am 09.10.2016
"Politik zu Fuß" mit Martin Volkenrath am 02.10.2016
Pilzexkursion für junge Familien am 25.09.2016
Ein Kraut für jedes Zipperlein - Kräuterwanderung am 09.07.2016
Gedenkfeier Wenzelnbergschlucht am 17.04.2016
"Hommage an Walter Mossmann" am 20.03.2016
Wanderung durch das Neandertal am 14.03.2016
"Politik zu Fuß" mit Miriam Koch am 06.03.2016
Weitere Veranstaltungsberichte
 

"Politik zu Fuß" mit Miriam Koch am 06.03.2016

Auch bei der dritten Auflage unserer Veranstaltungsreihe "Politik zu Fuß" stand die Flüchtlingspolitik im Mittelpunkt. Miriam Koch, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, hat sich trotz ihres vollen Terminkalenders die Zeit genommen, mit uns zu diskutieren und ein Stück zu wandern.

In einer kurzen Einführung stellte Miriam Koch die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Düsseldorf dar: auch wenn inzwischen durch die Grenzschließungen vieler europäischer Staaten nicht mehr so viele Flüchtlinge kommen wie Ende 2015, so besteht weiterhin großer Bedarf an geeigneten Unterkünften. Denn einige Unterkünfte wurden nur auf Zeit angemietet oder sind auch auf Dauer nicht geeignet zur Unterbringung. Und: das Angebot an bezahlbaren Wohnungen in Düsseldorf ist knapp, so dass anerkannte Flüchtlinge oft keine Wohnung finden, sondern in ihren Unterkünften bleiben müssen. Ansonsten ist Miriam Koch sehr zuversichtlich, was die Perspektiven für die anerkannten Flüchtlinge angeht: nach wie vor gibt es eine große Welle des Engagements in der Gesellschaft, von den Wohlfahrtsverbänden über Vereine bis zu Wirtschaftsverbänden, nicht zu vergessen natürlich viele engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Die etwa 20 gekommenen Mitglieder und Gäste kamen in der anschließenden Diskussion zu Wort. Viele zeigten großes Unverständnis darüber, dass vielerorts Wohnhäuser und Bürogebäude leerstehen, andererseits aber dringend Wohnraum gesucht wird. Auch kamen etliche Fragen auf, die von Miriam Koch beantwortet wurden, bevor wir uns dann bei vorfrühlingshafter Witterung auf eine etwa eineinhalbstündige Wanderung über Haus Morp nach Gödinghoven und Knuppertsbrück machten.

Nach der Rückkehr im Naturfreundehaus erwarteten uns dann nicht nur frisch gebackene Waffeln, sondern auch noch ein kultureller Genuss: Ando, ein junger Geiger aus Albanien, der auch mit uns mitgewandert ist und der vor dem Beginn eines Musikstudiums in Düsseldorf steht, gab zwei Stücke auf seiner Geige zum Besten.

 
     
 

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Wanderung durch das Neandertal am 14.03.2016

30 Naturfreundinnen und Naturfreunde aus ganz NRW kamen an diesem Sonntag zusammen, um sich mit der Landesfachgruppe Wandern auf die Spuren der Menschheitsgeschichte zu begeben. Ein strahlend blauer Himmel tat an diesem Vorfrühlingstag das Seinige, um die TeilnehmerInnen ins Schwärmen kommen zu lassen ob der Schönheit des durchstreiften Neandertals. Drei Stationen bietet das Neandertal, um ganz tief in die Vergangenheit einzutauchen - etwa 40.000 Jahre zurück, als der Neanderthaler diese Region besiedelte. Von Hochdahl aus stießen wir schnell auf das eiszeitliche Wildgehege, in dem Rückzüchtungen von 3 Tierarten leben, die auch zur Zeit des Neanderthalers hier zu finden waren: Wisente, Auerochsen und Tarpane. Und wir hatten das Glück, dass sich die Tiere ziemlich am Rand ihrer riesigen Gehege aufhielten, so dass wir sie aus der Nähe betrachten konnten.

Entlang des Wildgeheges unten im Tal angekommen, lud uns dann das Neandertalmuseum dazu ein, uns auf vielfältige Weise mit der Entstehungsgeschichte der Menschheit auseinander zu setzen. Mit viel Multimediaeinsatz konnten wir die Entwicklungen der Menschheit in den verschiedensten Bereichen wie Behausung, Nahrung, Religion, Kommunikation,... nachvollziehen. So war die Stunde, die wir uns für das Museum Zeit genommen haben, wie im Fluge vergangen.

Aber auf uns wartete ja auch noch eine etwa 2,5-stündige Wanderung bis zum Naturfreundehaus. Erste Station auf diesem Weg war die Fundstelle des Neanderthalers. Viel zu sehen gibt es dort allerdings nicht, denn die Felsen und Höhlen, die das Tal einst prägten und in denen auch die Knochen unseres Urahns gefunden wurden, fielen im späten 19. Jahrhundert dem industriellen Kalkabbau zum Opfer. Nur auf alten Gemälden kann man das Neandertal, wie es sich früher zeigte, noch bewundern - heute benötigt man schon viel Fantasie, um sich den genauen Fundort vorzustellen.

Entlang der Düssel, bald auf gleicher Ebene, bald hoch über dem dahin plätschernden Fluss, ging es denn auch weiter nach Erkrath, wo wir noch eine weitere Höhe überwinden mussten, um ins parallel verlaufende Stinderbachtal zu gelangen. Durch den Park von Haus Morp mit seinem schönen Auenwald schließlich erreichten wir das Naturfreundehaus, um bei Kaffee und Kuchen die Wanderung nochmals Revue passieren zu lassen.

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"Hommage an Walter Mossmann" am 20.03.2016

50 Besucherinnen und Besucher durften an diesem Sonntagnachmittag eine Premiere erleben: Klaus Grabenhorst (Gitarre, Gesang), Max Maxelon (Cello) und Jens Barabasch (Flöten) präsentierten zum ersten Mal das neue Programm "Hommage an Walter Mossmann". Mit vielen seiner Lieder, aber auch mit Auszügen aus seiner Biographie und mit eigenen Erzählungen erwiesen die drei Musiker dem im vorigen Jahr verstorbenen Liedermacher der Anti-Atom-Bewegung ihre Referenz.

Im Zentrum des Programms standen natürlich die Lieder, die Walter Mossmann - teilweise anonym als "Flugblattlieder" zum allgemeinen Gebrauch und Weiterdichten veröffentlicht - im Rahmen der Auseinandersetzungen um das geplante AKW Wyhl in Südbaden geschrieben hat: das "Bruggelied" erzählt davon, wie sich Badener und Elsässer im gemeinsamen Widerstand näher gekommen sind und uralte Vorurteile überwunden haben, in Mossmanns Version von "In Mueders Stübele" erzählt der Wind die Wahrheit über Planungen und Profite und der "KKW-Nein-Rag" auf eine Melodie von Phil Ochs nimmt wie in einem Kasperletheater die handelnden Personen, die das AKW durchsetzen wollen, aufs Korn. Das Lied über "Radio Grün" war eine Werbung für den illegal betriebenen Sender der damals entstehenden Umweltbewegung und in der "Ballade von Seveso" wird in Bezug auf Wyhl schnell klar, was die Menschen aus der Giftgaskatastrophe im Norden Italiens gelernt haben.

Aber nicht nur den Kampf gegen das AKW in Wyhl oder das geplante Endlager in Gorleben ("Lied vom Lebensvogel") hat Walter Mossmann in seinen Liedern aufgegriffen, und so konnten wir in der "Ballade von der unverhofften Last" das Gedankenexperiment eines schwangeren Mannes in Nöten mitverfolgen, sang Klaus Grabenhorst in "Poder Popolar" über den Militärputsch 1973 in Chile und legte im "Lied von der Gedankenfreiheit" dar, dass kritische Meinungen im Gegensatz früheren finsteren Zeiten immerhin "nur noch" mit Berufsverbot geahndet werden.

Viele weitere Lieder erklangen an diesem Nachmittag, luden zum Nachdenken ein, nahmen "ehrbare" Bürger und Ministerpräsidenten aufs Korn und würdigten "radikale" Freunde, deren engagierter Einsatz doch eher normal als radikal sein sollte. So verging der Nachmittag wie im Flug, und nicht ohne eine Zugabe ließ das Publikum Klaus Grabenhorst und seine Mitstreiter ziehen.

   
         
   

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Gedenkfeier Wenzelnbergschlucht am 17.04.2016

Zum 71. Mal jährte sich in diesem Jahr die brutale Ermordung von 71 Gefangenen durch die Nazis in den letzten Kriegstagen in der Wenzelnbergschlucht bei Leichlingen. Und auch in diesem Jahr gedachten Antifaschistinnen und Antifaschisten der Opfer in einer von den Städten Leverkusen, Wuppertal, Remscheid, Solingen, Leichlinge und Langenfeld sowie der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) gemeinsam gestalteten Feierstunde.

In einer guten Rede zum Auftakt erinnerte der Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath nicht nur an die Opfer, deren Ermordung bis heute ungesühnt blieb, sondern auch an die lange Jahre währenden Schwierigkeiten im Umgang mit dem Gedenken an dieses Verbrechen, als antikommunistische Vorbehalte gegen die VVN/BdA zu getrennten Veranstaltungen oder gar zu Verboten der Feierlichkeiten führten. Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule erinnerten an einzelne Schicksale der hier Ermordeten, schlugen aber auch den Bogen zur Notwendigkeit interkulturellen Verständnisses, wie es an dieser Schule praktiziert wird. Mit Luftballons in den Farben ihrer Schule ließen sie ihre Träume von einer besseren Zukunft in die Luft steigen. Silvia Röll von der VVN/BdA ging in ihrem Redebeitrag besonders auf den Mülheimer Kommunisten und NaturFreundes Otto Gaudich ein, der zu den in der Wenzelnbergschlucht Ermordeten zählte.

Mit musikalischen Beiträgen des Symphonischen Blasorchesters der Musikschule der Stadt Leverkusen, unter anderem dem gemeinsam gesungen Lied der Moorsoldaten zum Abschluss, wurde die sehr gut gelungene Gedenkfeier eingerahmt.

Die NaturFreunde Düsseldorf haben die Gedenkfeier mit ihren sonstigen Aktivitäten am Sonntag verknüpft und waren daher in guter Stärke vertreten: die Radtouristik-Gruppe radelte wie auch schon in den Vorjahren von Benrath aus zur Wenzelnbergschlucht. Und 7 Wanderinnen und Wanderer begaben sich nach der Gedenkfeier auf eine etwa dreistündige Wanderung durch die Ohligser Heide und waren begeistert vom aufblühenden Frühling mit Buschwindröschen, Sauerklee oder Sumpfdotterblume.

 

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Ein Kraut für jedes Zipperlein

Kräuterwanderung am 09.07.2016

Ulrike Steller Das Wetter spielte sehr gut mit. Sonne und Wolken wechselten sich ab, aber es blieb trocken, den Vorhersagen zum Trotz. So konnte ein lang gehegter Wunsch endlich in die Tat umgesetzt werden: eine Kräuterwanderung für die Ortsgruppe der NaturFreunde Düsseldorf. Neben Mitgliedern konnten wir auch Freunde und sogar "neue Gesichter" begrüßen, die durch den Grünstift, das Internet oder andere Medien auf unsere Exkursion aufmerksam geworden waren.

Wir hatten das große Glück, dass die mit Heilpflanzen erfahrene Heilpraktikerin Ulrike Steller uns während der Wanderung auf die am Wegesrand wachsenden Kräuter aufmerksam machen wollte. Die Teilnehmer begrüßten es ganz besonders, dass auch unsere "hauseigene" Pflanzenexpertin Heide Stieb, die auf diesem Fachgebiet kaum "zu schlagen" ist, sich zur Gruppe dazugesellte. Alle waren gut ausgerüstet. Neben festem Schuhwerk hatte jeder sich ein kleines Körbchen samt Messerchen mitgebracht, um die günstige Gelegenheit zu nutzen, sich mit entsprechenden Kräutern für die Küche oder für die Hausapotheke einzudecken.

Wir ließen keine Zeit verstreichen und starteten nach einer kleinen Einführung durch Ulrike um 14.00 Uhr vom Naturfreundehaus Gerresheim in Richtung Haus Morp. Ein zügiges Durchwandern konnte schon deshalb nicht stattfinden, weil es einfach zu viele Gelegenheiten, sprich interessante Kräuter, gab, zu denen Ulrike viel erklären musste. Angefangen vom Namen der Pflanzen, der besten Lage und der besten Erntezeit erfuhren wir auch dazu, wie diese Kräuter verwendet werden konnten für Salate, Gerichte oder zur Linderung von Schmerzen und zur Heilung und Vorbeugung von Krankheiten. Eindrucksvoll zu sehen, für welches Zipperlein der Herrgott ein Kraut hat wachsen lassen.

Dabei blieb es aber nicht, denn die Teilnehmer hatten noch viele Fragen und konnten zum Teil eigene Erfahrungen mit bestimmten Kräutern beitragen. Hier wurden unsere beiden Experten sichtlich gefordert, konnten aber mit ihren Antworten mehr als glänzen. An dieser Stelle muss auch ein Lob an die Teilnehmer ausgesprochen werden. Es machte einen riesen Spaß, zu sehen, wie die interessierte Gruppe einen großen Anteil am Gelingen des ganzen Nachmittages hatte. Der Verfasser dieser Zeilen ging mehrmals ob dieses großen Wissens "vor Andacht in die Knie". Denn hier konnte er nicht mithalten und verhielt sich ganz still.

Zurück zum Naturfreundehaus klang die von Anfang bis Ende interessante Kräuterwanderung bei Kaffee und Kuchen aus. Dazu wurden zwei mit Dinkelmehl und Mandeln gebackene Tortenböden mit Sahne und Aprikosenmarmelade bestrichen und mit den eingesammelten Blüten belegt. Ein Genuss - wie alle Teilnehmer der Wandergruppe bestätigten. Der Informationsaustausch und die Diskussionen gingen am "runden" Tisch natürlich weiter. Ein durch und durch gelungener Nachmittag! Es war zwar die erste, aber nicht die letzte Wanderung dieser Art. Da der Zuspruch so enorm war, denken wir daran, im nächsten Jahr zwei weitere Kräuterwanderungen mit Ulrike Steller zu verschiedenen Jahreszeiten ins Programm zu nehmen. Die Termine werden wir rechtzeitig bekannt geben. Ich jedenfalls freue mich jetzt schon darauf!

Helmut Neunzig

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Pilzexkursion für junge Familien am 25.09.2016

Karl-Heinz Schmitz wusste viel zu erklärenEigentlich ist Ende September ja die optimale Zeit für eine Pilzexkursion. Eigentlich. Doch weil es den ganzen September recht trocken war, war die "Ausbeute" auf unserer Pilzexkursion mit dem Pilzsachverständigen Karl-Heinz Schmitz eher mager. Trotzdem hatten die vier Familien mit Kindern im Grundschulalter ihr Kommen nicht bereut. Denn Karl-Heinz Schmitz vermochte es, uns auf kindgerechte Weise die Wunderwelt der Pilze zu erklären. Gleich am Anfang die wichtigste Regel besonders für die Kinder: Anfassen ist erlaubt, in den Mund stecken streng verboten.

Die Blasse KoralleNach einer Einführung über essbare und giftige Pilze, die Wichtigkeit der Pilze für das Ökosystem und der Größe, die Pilze erreichen können (der größte bekannte Pilz erstreckt sich unterirdisch - denn was wir sehen, ist ja "nur" der Fruchtkörper der Pilze - über ein Areal von 5 mal 5 Kilometern!) begaben wir uns in den Wald am Naturfreundehaus.

Und zumindest Baumpilze waren trotz der Trockenheit einige zu finden: Zunderschwamm, Tameten, Eichenwirrling oder Birkenporling (den schon Ötzi als Amulett trug). Aber auch auf dem Boden konnten wir den ein oder anderen Pilz ausfindig machen, so den Kartoffelbovist oder die Blasse Koralle (auch Bauchweh-Koralle genannt, da weiß man gleich, was einen beim Essen erwartet). Und einige Pilze konnten wir uns zumindest im Bild auf dem Notebook anschauen.

Kurzum: wir haben etliches über Pilze lernen können, haben viel Spaß miteinander gehabt und alle freuen sich darauf, weitere gemeinsame Nachmittage mit den NaturFreunden zu verbringen. Hoffen wir, dass sich aus diesen Anfängen eine feste Familiengruppe zusammenfindet.

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"Politik zu Fuß" mit Martin Volkenrath am 02.10.2016

Martin Volkenrath zu Gast bei "Politik zu Fuss"In unserer Reihe "Politik zu Fuß" hatten wir an diesem Oktobersonntag den Ratsherren und Landtagskanditaten Martin Volkenrath (SPD) zu Gast. Als Verkehrsexperte und Vorsitzender des Umwelt- und Verkehrsausschusses konnte Martin eine umfassende Übersicht über die Verkehrsthematik in Düsseldorf geben. Ganz aktuelle Thema natürlich die zu hohe Stickoxid-Belastung in der Innenstadt, wo die Stadt durch ein Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts aufgefordert wurde, Maßnahmen zur Senkung dieser Belastung zu ergreifen. Ob Fahrverbote für Diesel-PKW und -LKW ohne Euro-6-Norm, Umstellung der Rheinbahnbusse auf Fahrzeuge mit abgasarmen Diesel-, Elektro- oder Wasserstoffmotoren: noch ist in der Diskussion, was umsetzbare Massnahmen sind.

Insgesamt betonte Martin Volkenrath aber auch, dass weniger Belastung nur dann erreicht werden kann, wenn mehr Verkehr vom Auto wegverlagert und hin zu ÖPNV, Fahrrad und Zu-Fuß-Gehen verlagert wird. Hierfür sind einige Maßnahmen geplant: zuverlässigerere und häufigere S-Bahn-Verbindungen, zusätzliche Rheinquerung für Straßenbahnen im Düsseldorfer Norden, mehr Radstreifen auf Hauptrouten, Radschnellwege,... Auch wenn das alles nicht immer so schnell geht, wie wir uns das vorstellen würden: die Einsicht, etwas ändern zu müssen, ist zumindest schon mal da.

In der anschließenden Diskussionsrunde brachten die etwa 20 anwesenden Naturfreunde und Naturfreundinnen ein, was ihnen auf den Nägeln brannte, von der Frage des kostenlosen ÖPNV für bestimmte Zielgruppen bis hin zu konkreten Straßenbahnverbindungen oder Radwegeführungen.

Bei glücklicherweise trockenem Wetter begaben wir uns dann auf eine knapp zweistündige Wanderung in die Umgebung. Erster Stopp auf dieser Wanderung war die Brücke über die S-Bahn am Gerresheimer Bahnhof, wo uns Martin Volkenrath über die geplante Stadtautobahn L 404n berichtete. Diese konnte auch durch das Engagement der Bürgerinitiative, bei der auch die NaturFreunde Düsseldorf aktiv mitarbeiten, verhindert werden. Stattdessen gibt es nun eine zweispurige Erschließungsstraße für das neu zu bebauende Glashüttengelände, eine Verlängerung der Straßenbahnlinie entlang der Bahntrasse und einen Park-und-Ride-Parkplatz, wie Martin hier vor Ort ausführen konnte.

Am Beispiel der Bushaltestelle "Knuppertsbrück", die wir anschließend passierten, konnte Martin exemplarisch darstellen, wie langsam manchmal die Mühlen der Verwaltung mahlen, wenn es darum geht, ein Wartehäusschen zu errichten.

Durch den spätsommerlichen Wald und die Düsselaue führte uns der Weg wieder zurück zum Naturfreundehaus, wo ein Kaffeetrinken den äußerst informativen Nachmittag abrundete.

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Cuppatea bringt Courage am 09.10.2016

Leider nur etwa 25 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen an diesem Sonntagnachmittag ins Naturfreundehaus. Aber wer nicht da war, hat einen "perfect sunday afternoon" (so der Titel eines ihrer Stücke) mit dem Duo Cuppatea aus Münster verpasst. Sigrun Knoche und Joachim Hetscher begeisterten das Publikum mit vielen selbst geschriebenen Songs, aber auch Coverversionen von Zaz, Manu Chao oder Woody Guthrie, zu denen sie oft deutsche Texte geschrieben haben.

Gemäß ihrem Motto "Gitarre, Gesang und klare Botschaften" sprachen sie in ihren Liedern viele Themen an, die uns alle bewegen: da war die "Aufstockerin", die ihren kargen Lohn mit Hartz IV aufstocken muss, damit sie einigermaßen über die Runden kommt und der "Schizophrene Mittelstand", der will, dass sich nichts ändert, und zwar bald und dessen Parolen uns seltsam bekannt vorkommen. Besonders aktuell natürlich das Thema "Flüchtlinge", über deren Schicksal Cuppatea gleich in mehreren Liedern erzählte. Auch fast vergessene Geschichten wie die des Kehrmaschinenfahrers Heinrich Roters und seinen Widerstand gegen die Nazis kamen zum Vortragen. Und in ihrem Lied "Straßenschild" wurde die berechtigte Frage aufgeworfen, nach wem Straßen und Plätze benannt sein sollten und nach wem besser nicht.

Natürlich durfte das Publikum nicht nur den Texten lauschen, sondern es gab auch mehrere Lieder zum Mitsingen, seien es Gospels oder "Aktionslieder", die sich hervorragend bei Streiks, Kundgebungen oder ähnlichem einsetzen und mit aktuellen Texten versehen lassen.

Nicht unerwähnt lassen wollen wir auch die musikalischen Qualitäten des Duos, das uns Musik quer durch verschiedene Stilrichtungen darbot und mit tollen Stimmen und vielfältigem Instrumentarium begeisterte.

Ein gelungener Nachmittag für Ohren, Herz und Verstand also, der auf jeden Fall mehr Zuspruch verdient hätte.

   
         
   

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"Politik zu Fuß" mit Andreas Rimkus am 05.03.2017

Der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD) war diesmal zu Gast in unserer Reihe "Politik zu Fuß". Das Thema, das die etwa gekommenen 20 Naturfreunde und Gäste mit ihm diskutieren wollten, war "Mobilität der Zukunft". Ein Thema im Spannungsfeld zwischen dem immer weiter steigenden Bedürfnis nach Mobilität auf der einen Seite und der Frage auf der anderen Seite, wie man diese Mobilität im urbanen und auch im ländlichen Raum organisieren kann, ohne dass die Belastung von Mensch und Umwelt noch weiter zunimmt - so leitete Andreas Rimkus die Diskussion ein. Denn mehr Verkehrswege bedeuten in der Regel auch mehr Verkehr, und damit eine steigende Belastung mit Lärm und Abgasen.

Wichtiger Bestandteil, um Mobilität besser zu organisieren, ist eine intelligente Vernetzung der Verkehrsmittel im städtischen Bereich: es muss künftig möglich sein, mit einem Ticket (dies wird wohl am ehesten über Smartphones umzusetzen sein) sowohl Bus und Bahn als auch Car-Sharing-Autos, Leihfahrräder oder Taxis zu nutzen und so möglichst viele Menschen zum Verzicht auf ein eigenes Auto oder zumindest auf die Autonutzung in der Innenstadt zu bewegen.

Darüber hinaus - und damit ging Andreas Rimkus auf die aktuelle Debatte um Stickoxide ein - muss die Stickoxidbelastung möglichst effizient gesenkt werden, indem zuerst die Fahrzeuge auf Elektro- oder Wasserstoffantrieb umgestellt werden müssen, die viele Fahrten in den Innenstädten unternehmen: Busse, Lieferfahrzeuge, Müllwägen, Taxis... Auf einige dieser Fahrzeuge hat die Politik sogar direkten Einfluss, sie muss "nur" die Gelder für die notwendigen Investitionen bereitstellen. Ein Fahrverbot für alle Diesel ohne Euro-6-Norm in den Innenstädten hingegen wäre nur eine allerletzte Möglichkeit und politisch auch kaum durchsetzbar, trifft dies doch viele Bürger in den Städten, die im Hinblick auf geringen Kraftstoffverbrauch (und steuerliche Förderung) ein Dieselfahrzeug gekauft haben und es dannn nicht mehr einsetzen könnten.

Letztlich werden aber auch Hersteller und Käufer von Privatfahrzeugen in Zukunft vom Diesel- oder Benzinantrieb loskommen müssen und auf emissionsarme Antriebe setzen. Natürlich ist dabei unumgänglich, dass die hierfür verwendete Energie aus regenerativen Energiequellen wie Sonne oder Wind stammt. Auch die Entwicklung besserer Speichertechniken und ein ausreichendes Netz von "Auftankmöglichkeiten" sind Aufgaben, die sich in diesem Zusammenhang stellen.

Eine rege Diskussion schloss sich an die vorgetragenen Punkte an, einig waren wir uns dabei, dass die Transformation der Mobilität sozial gerecht vonstatten gehen muss und im Sinne der Nachhaltigkeitsdefinition eben ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen beachtet werden müssen. Und dass dies nicht alleine eine Aufgabe der Politik sein kann, sondern dass auch Bürgerinnen und Bürger durch ihr Verbraucherverhalten und ihr gesellschaftliches Engagement zu einer menschen- und umweltgerechten Mobilität beitragen müssen.

Die anschließende gemeinsame Wanderung fiel dann allerdings etwas kurz aus, denn just als wir losgehen wollten, fing es an zu regnen. Und so kamen wir nach einer kurzen Runde überein, lieber umzukehren und die weitere Diskussion bei Kaffee und frischen Waffeln im Naturfreundehaus zu führen.

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Junge Familien: Boote bauen am 12.03.2017

Fünf Familien mit ihren Kindern kamen an diesem herrlichen Sonntagnachmittag zum Naturfreundehaus, um gemeinsam Boote mit Kerzenantrieb zu basteln. Und weil das Wetter so schön war, haben wir Biertischgarnituren und eine Werkbank auf die Wiese vor dem Haus getragen und das Basteln kurzerhand ins Freie verlegt.

Ella hat die Bastelanleitung aufgetan, das Material besorgt und auch schon mal ein Boot gebastelt und getestet. So konnten alle Kinder und ihre Eltern schon mal sehen, wie das fertige Boot nachher aussehen muss: eine Bootsform wird aus Sperrholz ausgesägt, nach dieser Schablone wird Styropor zurecht geschnitten und mit dem Holz zusammen geklebt. Links und rechts von dem Platz, wo das Teelicht hinkommt, galt es dann je ein Loch zu bohren. Dort kommt das gewickelte Kupferrohr durch, und während die Eltern das Kupferrohr bogen haben die Kinder ihre Boote mit Farbe und Holzresten schön gestaltet. Nun wurde noch das Rohr durch das Boot gesteckt und die Enden nach hinten gebogen sowie das Teelicht draufgestellt.

Um das Boot dann fahren zu lassen, hat Ella mit einer Spritze Wasser in das Rohr gefüllt, das Boot in ein Planschbecken gegeben und die Kerze angezündet. Durch die Wärme dehnt sich dann das Wasser aus, entweicht nach hinten durch die Rohrenden und treibt so das Boot nach vorne. Zumindest in der Theorie - der doch noch kühle Wind ließ das mit dem Antrieb leider nur bei einzelnen Booten klappen. Aber ohne Wind daheim in der Badewanne funktioniert es dann ganz bestimmt...

   
             
     

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Wanderung zur Friedenskapelle Vosshagen am 26.03.2017

Bei strahlendem Frühlingswetter führte unsere gemeinsame Wanderung mit dem Sauerländischen Gebirgsverein Düsseldorf von der Panzertalsperre in Lennep zur Friedenskapelle Vosshagen und dem dabei befindlichen Ehrenfriedhof.

Wir hatten das Privileg, den Initiator und Erbauer der Gedenk- und Friedenskapelle Vosshagen, den Bildhauer und Künstler Bernhard Guski zu treffen . Bei unserer Ankunft läutete schon die Glocke der Kapelle und Bernhard Guski nahm sich die Zeit, um uns zu erzählen wie alles begann. Anschließend durften wir in seinem nahen Haus seine Galerie besuchen.

Es war ein toller Tag, viel Sonnenschein, Kultur, Politik, Natur, alles war vertreten für die zwanzigköpfige Wandergruppe von NaturFreunden und SGV.

   

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