Stellungnahmen der NaturFreunde Düsseldorf
Stellungnahme vom August 2026
Klima- und Wassergerechtigkeit statt Niedrigwasser und Chemikalien
Die NaturFreunde Düsseldorf
unterstützen den Aufruf von Umwelt- und Klimaorganisationen für eine
Demonstration am 29.08. ab 12.00 Uhr vor der Bayer AG in Monheim unter dem
Motto "Klima- und Wassergerechtigkeit statt Niedrigwasser und Chemikalien".
Sie bieten eine Radtour zu dieser Demonstration und zum Besuch des Rheincamps an, Start hierfür ist um 10.00 Uhr am Bahnhof Benrath.
Trotz des unübersehbaren historischen Niedrigwassers halten RWE und die Landesregierung weiter an ihren utopischen Plänen fest, insgesamt ca. 5,8 Milliarden Kubikmeter Rheinwasser in die Tagebauseen zu pumpen. Die Inkompetenz des neuen Bundesverkehrsministers - die Auswirkungen der Klimakrise als nicht beeinflussbares Wetter zu bezeichnen - verdeutlicht nochmal, dass es mit dieser Regierung kein Klima- und Wasserschutz geben wird.
Das können und dürfen wir nicht hinnehmen!
Das SOS der Flüsse in ganz Europa und der global brennenden Wälder zeigt uns allen wie ernst die Lage jetzt schon ist!
Klima- und Wassergerechtigkeit gehören zusammen - ohne Wassergerechtigkeit kann es kein gutes Leben für alle geben. Der Rhein gehört keinem und deshalb uns allen! Wasser darf kein Luxusgut oder Privatbesitz von Großkonzernen werden!
Daher fordern wir:
Stellungnahme vom Juni 2026
Solidarität statt Sozialabbau! Stoppt den Kürzungswahn
Gemeinsam mit vielen anderen
Organisationen rufen die NaturFreunde Düsseldorf zu einer Demonstration am
11. Juli (Start 14.00 Uhr Oberbilker Markt) gegen den geplanten Sozialabbau auf
und untersützen den folgenden Aufruf:
Solidarität statt Sozialabbau! Stoppt den Kürzungswahn
Die Bundesregierung plant die größten Angriffe auf unsere sozialen Rechte seit der Agenda 2010: Hart erkämpfte Arbeitsrechte wie Kündigungsschutz und 8-Stunden-Tag sollen gekippt werden. Das Renteneintrittshalter soll erhöht werden und statt BAföG-Erhöhungen werden Studierende aufgefordert mehr zu arbeiten. Für die Krankenversicherung sollen die Zuzahlungen steigen und bei Psychotherapie und Kliniken gespart werden. Die Pläne reihen sich ein in bereits beschlossene Kürzungen von Leistungen für Asylbewerber*innen und Erwerbslose. Während die Bundesregierung die größte Aufrüstung seit 1945 vorantreibt, bleibt für Bildung, Gesundheit und soziale Absicherung nichts übrig - den Preis dafür sollen wir alle zahlen.
Mit diesem Kurs sind sie nicht allein: Die schwarz-grüne Mehrheit im Düsseldorfer Stadtrat hat im März mit einem Kürzungshaushalt wichtige Projekte wie die medizinische Flüchtlingshilfe, die Unterstützung queerer Menschen und die Gewaltprävention gegen Frauen eingeschränkt. Der Personaletat wurde um 44 Millionen gekürzt und Beschäftigte bangen um ihre Jobs. Investitionen in Klimaschutz und Mobilitätswende wurden zusammengestrichen. Gelder aus dem Kinder- und Jugendförderplan für 2026 wurden vorerst eingefroren und im Kulturbereich stehen etliche Projekte auf der Kippe. Für die Haushaltsberatungen im Herbst sind weitere Kürzungen geplant.
Gerade in Zeiten der multiplen Krisen darf der Sozialstaat nicht abgebaut und Kürzungen auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen werden, während die supergroßen Vermögen rasant wachsen.
Der Bundesregierung und dem Stadtrat sagen wir klar: Stoppt den Sozialabbau!
Konkret fordern wir:
Diesem Angriff auf unsere sozialen Rechte stellen wir uns entgegen! Wir wollen gute Arbeit und Löhne, die zum Leben reichen, Investitionen in Bildung und eine soziale Absicherung für alle in diesem Land. Deshalb: Stoppt diese Reformen, stoppt diese Kürzungen! Soziale Errungenschaften verteidigen!
Stellungnahme vom Januar 2026
Die NaturFreunde
Düsseldorf verurteilen die militärische Attacke der US-Regierung auf
und in Venezuela sowie die Verschleppung des venezolanischen Präsidenten
Maduro und dessen Ehefrau als völkerrechtswidrige Übergriffe und
staatlichen Terrorismus. Sie stellen sich damit an die Seite sämtlicher
renommierter Völkerrechtler*innen, die in den Aktionen der US-Regierung
einen klaren Bruch des Völkerrechts sehen.
Die NaturFreunde Düsseldorf sind empört über die Reaktionen bundesdeutscher Politikerinnen wie Kanzler Merz, Außenminister Wadephul und EU-Kommissionschefin von der Leyen, die sich vor einer eindeutigen Kritik am Handeln der US-Regierung aus der politischen Verantwortung stehlen und sich zu politischen Komplizen dieser Politik machen.
Die NaturFreunde Düsseldorf unterstützen alle politischen Aktivitäten, die ein klares Bekenntnis zu den Grundprinzipien des internationalen Rechts einfordern, wie dies z.B. die Stellungnahme der Afrikanischen Union (AU) vom 3.1.2026 formuliert. Erforderlich sind weitreichende und wirkungsvolle Sanktionen gegen alle Formen der Verletzung des internationalen Rechts. Dringender denn je sind eine Politik der friedlichen Lösung von Konflikten, die Abkehr von Hass und Feindbildern sowie allseitige diplomatische Bemühungen zur Sicherung des Friedens durch Rüstungskontrolle und Abrüstung.
Stellungnahme vom Oktober 2025
NaturFreunde Düsseldorf unterstützen "Lichter für den Frieden"
Die NaturFreunde
Düsseldorf unterstützen den Aufruf "Lichter für den Frieden -
Zeichen setzen" und rufen dazu auf, zahlreich an der Veranstaltung am 24.
November um 18.00 Uhr auf dem Apollo-Platz teilzunehmen. Für diese
Veranstaltung brauchen wir Eure Unterstützung! Wir möchten an diesem
Datum innehalten und wer möchte, kann gerne eine Kerze
mitbringen.
Hier der von Sigrid Wolf (Vorsitzende DGB Düsseldorf) und Heinrich Fucks (Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf) initiierte Aufruf im Wortlaut:
Lichter für den Frieden - Zeichen setzen
Die Welt ist kriegerischer geworden. Angesichts der Zunahme bewaffneter Konflikte muss sich das friedenspolitische Engagement gegen den Glauben richten, Frieden ließe sich allein durch immer mehr Waffen schaffen. Das Friedensgebot des Grundgesetzes muss konsequent umgesetzt werden und jede Chance auf einen diplomatischen Ansatz zur Konfliktlösung muss Priorität haben.
Wir treten ein für ein geeintes Europa, das seinen integrationspolitischen Ursprüngen als Friedensprojekt verpflichtet bleibt und die Rolle eines tragenden Pfeilers für eine neue und dauerhaft stabile internationale Friedens- und Sicherheitsordnung übernimmt.
Die täglichen Nachrichten über Gewalt, Leid und Kriege und die damit verbundenen Bedrohungen beschäftigen uns sehr und lassen uns nicht los. Daher wollen wir mit vielen Menschen in Düsseldorf ein klares Zeichen für Frieden und für Wege zu einer friedlicheren Welt setzen.
Stellungnahme vom Januar 2025
NaturFreunde Düsseldorf unterstützen auch in diesem Jahr wieder den Ostermarsch
Einstimmig bei einer Enthaltung haben sich die NaturFreunde Düsseldorf auf ihrer Jahreshauptversammlung dafür ausgesprochen, auch in diesem Jahr wieder den Ostermarsch Rhein/Ruhr zu untertützen:
Ostermarsch 2025 - Ostern für den Frieden:
Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Kriege beenden, Aufrüstung stoppen!
Keine neuen Mittelstreckenwaffen in unserem Land!
Das Risiko eines Atomkriegs war noch nie so hoch wie heute, warnen Friedensforscher:innen. Deutlich wird das vor allem in den Kriegen in der Ukraine/Russland und in Nahost. Die militärische Sicherheitslogik setzt auf Konfrontation statt Dialog. Dies ist die Grundlage für die globale Hoch- und Atomrüstung und die zunehmenden internationalen Spannungen. Zusätzlich verstärkt diese Politik ökologische Katastrophen, Fluchtbewegungen und Sozialabbau. Im Interesse des Überlebens gibt es da nur eine Antwort: Diplomatie statt Eskalation! Das bedeutet Abrüstung statt Aufrüstung, Bewahrung der Lebensgrundlagen statt ihrer Gefährdung und Zerstörung!
Wir laden alle ein, vom 19. bis 21. April 2025 an Rhein und Ruhr für den Frieden zu demonstrieren!

Stoppt den Krieg! Verhandlungen statt Waffenlieferungen!
Im Ukrainekrieg haben die Freigabe weitreichender Raketen durch westliche Staaten und der Einsatz neuer Raketentypen durch Russland den Konflikt erneut eskaliert. Beide Seiten halten an militärischen Zielsetzungen fest. Doch es mehren sich die Stimmen, die sich für ein Ende des Tötens und für Verhandlungen einsetzen.
In Nahost wurde der Konflikt zwischen Palästinenser:innen und Israel auf Nachbarländer ausgeweitet. Vor allem in Gaza, jedoch auch in den anderen Konfliktregionen, leidet die Zivilbevölkerung in erschreckendem Ausmaß. Die Situation in Syrien darf nicht von Nachbarstaaten wie der Türkei und Israel sowie den USA für Einflussnahme und militärische Eroberungen ausgenutzt werden! Das Völkerrecht muss respektiert werden!
Friedensfähig statt erstschlagfähig: für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!
Die ab 2026 geplante Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen allein in Deutschland erhöht die Gefahr eines Atomkriegs. Sie macht Deutschland zum Ausgangspunkt eines möglichen Atomkriegs und zum Ziel eines Präventiv- oder Gegenschlags. Diese Stationierung muss verhindert werden. Wir unterstützen den Berliner Appell gegen die neuen Mittelstreckenwaffen!
Friedensfähig statt kriegstüchtig! Abrüstung statt Sozialabbau!
Wir sollen kriegstüchtig werden - das bricht mit dem Friedensgebot des Grundgesetzes. Vorangetrieben werden die Mobilisierung der Bevölkerung sowie Militarisierung und Aufrüstung. Das geschieht durch kriegsvorbereitende Maßnahmen im Gesundheitswesen, in der Wirtschaft und beim Bunkerbau bis hin zu Plänen für eine neue Wehrpflicht. Die betriebene Aufrüstung setzt kontinuierlich steigende Militärausgaben voraus, auch über das 2%-Ziel der NATO hinaus. Das geht voll zu Lasten der sozialen Sicherung und der Bildung in unserem Land, und auf Kosten von Maßnahmen gegen den bedrohlichen Klimawandel.
Krieg, Verwüstung, Verfolgung, Hunger und Not treiben Millionen Verzweifelte in die Flucht. Doch Deutschland und Europa reagieren mit einem Überbietungswettbewerb der Abschreckung und Abschottung gegen Menschen in Not. Das beschämt uns ebenso wie Forderungen nach schneller Abschiebung in kriegszertrümmerte Herkunftsländer ohne garantierte Menschenrechte. Diese Menschen brauchen einen sicheren Zufluchtsort, auch in Deutschland und anderen Ländern.
Der Ostermarsch steht zu der entscheidenden Lehre aus der NS-Zeit. Auch 80 Jahre nach Ende des II. Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus gilt: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Rechte Ideologien fördern Feindbilder, Konfrontation und Krieg. Im Inneren schüren sie Hass und Gewalt. Deshalb stellen wir uns den menschenfeindlichen Umtrieben der AfD, der NPD/Heimat und der RECHTEN, von Identitären, Reichsbürgern, NRW erwacht und anderen extrem rechten Ideologen entgegen!
Mit dem Ostermarsch Rhein-Ruhr fordern wir von der Bundesregierung:
Beteiligt Euch an den Demonstrationen zu Ostern für den Frieden, die Umwelt und soziale Sicherung! Wir laden ein zum Ostermarsch!
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